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  • Julia Binsack

No. 11 - Lampenfieber & Selbstgespräche

Oliver Kahn ist überzeugt davon und ich bin es auch: Wenn wir unseren inneren Dialog so gestalten, dass dieser für und nicht gegen uns arbeitet, dann sind wir wirklich gut aufgestellt. Im Tor. Und auf der Bühne. Nur im wohlwollenden Selbstgespräch finden wir innere Ruhe und Zuversicht. Mentale Stärke – und damit die Fähigkeit, den inneren Dialog zu lenken - ist ein entscheidender Faktor für einen selbstsicheren Auftritt.


Wenn Sie sich jetzt allerdings fragen: Was für ein innerer Dialog ist denn hier gemeint? Haha! Dann sind Sie schon wieder mitten drin. Unaufhörlich plappert es in unserem Kopf. Und nicht nur das. Diese Stimmen kämpfen besonders in stressigen Situationen auch um die Meinungshoheit. Spricht eine: „Du schaffst das schon, sei mutig!“, schreit die andere: „Vorsicht! Nein! Das wird doch wieder nichts!“ Wer gewinnt? Das entscheiden im besten Fall wir selbst.



Um diese Meinungshoheit zu erlangen, ist der erste Schritt, sich bewusst zu werden, wie Ihr innerer Dialog normalerweise verläuft. Achten Sie auf die Gedanken, die in Ihrem Kopf vor einem Auftritt auftauchen. Eine Möglichkeit: Der innere Kritiker und der innere Beschützer verbünden sich. Dann wird’s schwer für den Risikofreund oder die Mutmacherin noch durchzudringen und Selbstvertrauen zu vermitteln.

 

Achten Sie auf die Gedanken, die in Ihrem Kopf auftauchen.

 

Der innere Dialog kann als eine komplexe Interaktion verschiedener Stimmen betrachtet werden. Manchmal sind diese Stimmen konstruktiv und unterstützend, während sie in anderen Fällen destruktiv und einschränkend sein können. Das Bewusstsein für diese innere Vielstimmigkeit ermöglicht es uns, unseren inneren Dialog bewusster zu gestalten, indem wir aktiv wählen, welche Stimmen wir verstärken und welche wir abschwächen möchten. Es ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Selbstreflexion und persönlichen Entwicklung.


Mein Tipp: Verstärken Sie die, die Ihnen Ruhe und Selbstvertrauen schenken. Hören Sie auf die, die dazu ermahnt, sich auf einen wichtigen Auftritt wirklich gut vorzubereiten. Und lassen Sie sich von der Stimme wohlwollend an die Hand nehmen, die Verständnis dafür hat, dass es auch pessimistische Stimmen gibt – die zwar in der Situation hinderlich sind, die sie aber eigentlich auch nur beschützen wollen.


Dann lässt die quälende Angst vor dem Auftritt nach. Das Lampenfieber, das dann noch bleibt, können Sie für sich nutzen, um voller Spannung und Zuversicht auf die Bühne zu treten.


Glauben Sie an sich! Viel Spaß dabei!

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